Geschichte des "Palast Hohenems"

Der Palast Hohenems als Residenzschloss der Grafen von Hohenems 1565 in Hohenems, Österreich, gebaut befindet sich bis heute in Privatbesitz der gräflichen  Familie Waldburg-Zeil.

 

1170        die Grafen von Hohenems werden als Reichsministeriale der Welfen und Staufer erstmals urkundlich erwähnt.

              Den Aufstieg verdankt die Familie den militärischen Erfolgen von Merk Sittich I. von Ems

 

1528      Heirat seines Sohnes Wolf Dietrich mit Chiara de Medici, einer Schwester von Papst Pius IV.

 

1560      erhebt Ferdinand I. die Familie in den Reichsgrafenstand.

 

1565      heiratet Jakob Hannibal, der älteste Sohn von Wolf Dietrich und Landsherr seiner Grafschaft Hohenems-Lustenau,

              Hortensia Borromea, eine Schwester des späteren Hl. Karl Borromäus im Vatikan.

 

1561      sein jüngerer Bruder Kardinal Mark Sittich III. von Hohenems gibt den Bau des Palast Hohenems in Auftrag. Er lebt in Rom und lässt 

              auch den Palazzo Altemps in Rom und die Villa Mondragone in Frascati errichten. Alle drei Gebäude wurden vom Architekten

              Martino Longhi entworfen. 

 

1567-1640  Fertigstellung des Palastes Hohenems durch seinen Neffen Graf Caspar von Hohenems-Lustenau. 

 

1612      Markus Sittikus IV., sein Bruder, wird Fürsterzbischof von Salzburg.

 

1617      entsteht aufgrund des Schutzbriefes von Graf Caspar die erste jüdische Gemeinde, außerdem erweitert er den Palast mit weiteren  

              Gartenanlagen, Tiergarten, Lusthaus etc.. Er gründet die erste Lateinschule, Musikschule und Buchdruckerei.

 

1620      Graf Casper vergrößerte sein Territorium durch den Erwerb von Vaduz und Schellenberg.

 

1759      Gräfin Maria Rebekka von Hohenems erbte den Besitz. Sie war verheiratet mit Graf Franz Xaver von Harrach Rohrau.

 

1779      deren einzige Tochter Maria Walburga heiratete Graf Clemens Alois zu Waldburg-Zeil. Somit fällt die Herrschaft Hohenems Lustenau

              an das fürstliche Haus Waldburg Zeil.

 

1840      Der Palast wird zur Kaserne umfunktioniert.

 

1882      Clemens Waldburg-Zeil restaurierte den Palast für seine Familie.

 

1954      Franz Josef Graf zu Waldburg-Zeil mit seiner Frau Priscilla, Gräfin Schönborn öffnet den Palast für Konzerte, Empfänge

              und Opern sowie auch die Schubertiade Hohenems.

 

2016      Franz Clemens Graf zu Waldburg-Zeil mit seiner Frau Stephanie, geborene Gräfin Blanckenstein

              und deren vier Töchtern übernehmen den Palast.

 

Der Palast zu Hohenems gilt als der bedeutendste Renaissancebau Westösterreichs.

Über alle Generationen hinweg kümmern sich die Eigentümer um den Erhalt des Palastes.

 

Die Linie der Grafen zu Waldburg-Zeil-Lustenau-Hohenems aus dem Hause der Fürsten von Waldburg-Zeil-Trauchburg stammend, einer der zahlreichen Linien des ursprünglich welfisch-staufischen Ministerialengeschlechts Waldburg, wurde 1779 durch die Heirat der Gräfin Maria Walpurga von Harrach-Rohrau-Hohenems (1762–1828) mit dem Grafen Clemens Maximilian zu Waldburg-Zeil und Trauchburg (1753–1817) begründet.

 

Der Stammvater Clemens Maximilian war ein Bruder von Maximilian Wunibald, regierendem Reichsgrafen zu Waldburg-Zeil und Trauchburg. Clemens Maximilian adoptierte 1813 Maximilian Clemens, Sohn seines Bruders Maximilian Wunibald. Dieser war seit 1803 erster regierender Fürst von Waldburg-Zeil.

 

Maximilian Clemens musste (lt. § 1 des Testaments von 1813) auf "alle Erbansprüche seines Fürstlichen Stamm- und Vaterhauses" verzichten.

(nach dem Hausrecht der Fürsten von Waldburg.) Mit diesem Anspruchsverzicht in Richtung Zeil, wurde die Eigenständigkeit der Linie

Lustenau-Hohenems klar bestätigt. Das Haus Waldburg Zeil Lustenau Hohenems regierte souverän bis 1830.

 

 

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